Sonntag, 19. Dezember 2010

Mähdrescher Fortschritt E514 von Busch

Genau wie Herpa hat auch Busch das Interesse an Modellautos nach Vorbildern aus der DDR erkannt. Und da es auch nach wie vor ein großes Interesse an landwirtschaftlichen Modellen gibt, lag es nahe dem ZT 300 Traktor einen Fortschritt Mähdrescher zur Seite zu stellen. Bereits Mitte 2010 kamen die ersten drei Farbvarianten in den Handel, doch es hat sich gelohnt die Herbstneuheiten 2010 abzuwarten, denn hier wurde der Mähdrescher um einen Transportanhänger für das Schneidwerk ergänzt. Zugegeben, zum "spielen" ist der Anhänger nicht wirklich geeignet, da das Schneidwerk nur ganz locker aufliegt, aber in der Vitrine macht das Gespann eine gute Figur. Eine noch bessere Figur macht freilich der Mähdrescher selbst. Er ist aus 94 Einzelteilen zusammengesetzt, was sich natürlich in der Detaillierung bemerkbar macht. Das abnehmbare Schneidwerk dreht sich und kann in der Höhe verstellt werden. Die hintere Achse ist pendelnd gelagert, der Arm über den beim Original das Getreide ausgegeben wird ist ausklappbar. Komplettiert wird das Modell durch eine feine Bedruckung.

Für meine Sammlung habe ich mir für die sienagrüne Variante ausgesucht, passend zum Traktor und HTS.100 Anhänger. Der Fortschritt E514 Mädrescher ist definiv ein Highlight unter allen neuen 1:87 Modellen das Jahres 2010.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Kässbohrer PistenBully von Siku

Ende 2010 kam von Siku ein Modell in den Handel, auf das ich praktisch gewartet habe, seit ich Modellautos sammle. Mit dem Kässbohrer PistenBully 300 bringt Siku eine Pistenraupe, wie sie zum präparieren von Skipisten eingesetzt werden. Wie von Siku nicht anders zu erwarten, handelt es sich hier mehr um ein Spielzeug, aber glücklicherweise erschien es im Rahmen der 1:87 Serie. Mit einem Preis zwischen ca. 10 und 12 Euro kann man auch nicht viel falsch machen.
Sowohl das Schiebeschild als auch die Walze zum auflockern des Schnees sind wie beim Vorbild in alle Richtungen beweglich. Die Fahrerkabine aus Metall ist recht gut detailiert und bedruckt und wurde um einige Aufbauten und eine ebenfalls gut detailierte Inneneinrichtung aus Kunststoff ergänzt. Die Ketten aus Gummi sind beweglich.
Auch ist der PistenBully von beeindruckender Größe. Er ist fast drei mal so breit und etwa doppelt so lang wie ein Mittelklasse-PKW-Modell, wobei man eingestehen muß, daß der Arm an dem die Walze befestigt ist, etwas lang geraten ist.
Der PistenBully von Siku ist für mich aber auf jeden Fall eines der interessantesten 1:87 Modelle des Jahres 2010.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Neue Ost-Modelle von Herpa

Wenn man Modelle nach DDR-Vorbild sammelt, war die zweite Jahreshälfte 2010 ziemlich kostenintensiv. Herpa brachte gleich vier Formneuheiten auf den Markt: den QEK Junior Wohnanhänger (mit einem Wartburg 353 Tourist als Zugfahrzeug), den Trabant Kübel, den Moskwitsch 408 und den Wolga M24.

Der QEK Junior zeichnet sich durch eine perfekte Umsetzung der Form und viele Details aus. Das Modell hat eine filigrane Deichsel mit separatem Stützrad, aufgedruckte Rückleuchten, eine Inneneinrichtung und ausklappbare Stützen. Das Gespann mit dem Wartburg 353 Tourist passt perfekt.

Der Trabant Kübel war typisch für die NVA und die Grenztruppen, seltener war er bei der Volkspolizei. Herpa hat sich zunächst für die NVA Variante entschieden. Räder und Lampen wurden beim Modell vom bekannten Herpa 601er verwendet, der Rest des filigranen Modells ist neu. Das Verdeck ist zwischen einer offenen und einer geschlossenen Variante wählbar. Die zivile Variante, der Trabant Tramp, wird 2011 erscheinen.

Der Moskwitsch 408 und der Wolga M24 sind mit separat eingesetzten Leuchten und Spiegeln sowie zahlreichen Chromteilen und Zierdrucken Miniaturen auf dem aktuellen Stand der Technik. Bei beiden Modellen wird die charakteristische Form wunderbar wiedergeben.
Bei der Bedruckung des Wolga ist Herpa allerdings ein ziemlicher Fauxpas passiert. Der Kotflügel auf der Fahrerseite trägt einen Volga-Schriftzug in lateinischer Schrift (gab es nur bei den Fahrzeugen für das westliche Ausland), der auf der Beifahrerseite einen Schriftzug in kyrillischer Schrift.

Alle Modelle haben eines gemeinsam, sie sollten in keiner Sammlung fehlen. Beim Wolga hoffe ich trotzdem auf eine zweite Auflage mit verbesserter Bedruckung. Vielleicht wird dies ja schon bei der Volkspolizei-Version korrigiert, die demnächst auf den Markt kommen soll. Alle vier Modelle machen Hoffnung auf mehr Modelle nach DDR-Vorbild.

Übrigens, der Moskwitsch 408 und der Wolga M24 sollen 2011 auch im TT-Maßstab 1:120 erscheinen.